14ter Hungertag

14.11.2012:
Sanktionshungern, Tag 14:
Auf dem Weg zum Vortrag nach Bremervörde. Jetzt gleich auf dem Bahnhof noch ein Interview mit dem Berliner Kurier.
Interview mit Tagesspiegel hat gutes Ergebnis gebracht. Nur der Titel des Artikels („Hungern statt Arbeiten“) ist falsch: „Arbeiten selbst noch beim Hungern/unter strengster Sanktionierung!“ wäre passend gewesen.
Das gestern veröffentlichte Interview mit ND sehe ich heute wesentlich entspannter als gestern. Mein Fehler war, den Journalisten mit Infos zu übersprudeln – und der hatte zum Schreiben nur ein paar Stunden Zeit. Ich muss besser an die Journalisten denken! 🙂
Arbeit ohne Ende!  🙂

Gewicht heute: 81,3 kg.

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6 Kommentare zu “14ter Hungertag

  1. Verfassungsfreund November 16, 2012 um 11:54 pm Reply

    Ihr müsst nur mal arbeiten gehen. 5 Uhr aufstehen. Auch Leichen dürft ihr gerne waschen oder Pfelgehelfer werden. Wird alles gesucht. Macht Euch an die Arbeit.

  2. Ein Realist November 15, 2012 um 8:49 pm Reply

    Ich wünsche RALPH BOES alles Gute und hoffe, dass seine Aktion Erfolg hat.

    Hier sind zwei Diskussionsthreads zu den Themen „Leben von/mit Hartz IV – vom Staat so gewollt“ und „Hartz IV vs prekäre Niedriglohnjobs“.
    Zum Mitdiskutieren ist KEINE Anmeldung/Registrierung erforderlich:

    http://www.hilferuf.de/forum/finanzen/148004-der-staat-will-dass-man-von-ihm-lebt-tun-wir-ihm-doch-den-gefallen.html

    http://www.hilferuf.de/forum/beruf/149464-hartz-iv-vs-prekaere-niedriglohnjobs.html

    Ein kleiner Auszug als Appetitanreger:

    DER STAAT WILL, DASS MAN VON IHM LEBT – TUN WIR IHM DOCH DEN GEFALLEN!

    Arbeit wird nicht geschätzt, sondern bestraft. Nicht-arbeitende H4-Empfänger sind heute oft besser dran als Niedriglöhner. Sie erhalten Bildungspakete, Sozialtickets und andere Vergünstigungen, die den Niedriglöhnern versagt bleiben, auch wenn sie weniger als H4 verdienen. Man bestraft also den Arbeitnehmer UND AUCH SEINE FAMILIE! Wer kann, sollte sich LIEBER für GELD FÜRS NICHTSTUN als für einen prekären Job entscheiden. Ein SCHLECHTES GEWISSEN (“Wenn das jeder täte”) ist absolut UNNÖTIG, denn durch die Verweigerung eines Mindestlohns und intensive Förderung von Niedriglohn, Leiharbeit und Aufstockerei zeigt der Staat ja, dass er will, dass man von ihm lebt. Wenn ich mir mein Personal vom Staat bezahlen lassen kann, müsste ich ja dumm sein, das nicht auszunutzen und freiwillig selbst mehr zu zahlen. D. H., MAN LEBT VOM STAAT, OB MAN ARBEITET ODER NICHT! Und Geld, das der Bürger nicht nimmt, wird nur VERGEUDET (simulierter Supermarkt mit Plastikobst, wo H4-ler einkaufen üben sollen, unnötige Bauprojekte). Die 2 Fragen an Arbeitslose mit Kindern “Was kannst du den Kindern bieten, und welches Vorbild bist du?” sind leicht zu beantworten. Zur Frage des Vorbilds: Man ist den Kindern das Vorbild, das einem der Staat ist, und wenn der einen spüren lässt, dass Arbeit etwas Schlechtes ist, gibt man das eben an die Kinder weiter. Im Gegenteil: Jeden Euro, den der Staat den Bürgern zahlen muss, kann er nicht mehr vergeuden! NICHTSTUN KANN ALSO VIEL SOZIALER ALS ARBEITEN SEIN!

    H4/ Niedriglohn ist NICHT nur Sache von Minderqualifizierten:
    Ingenieure und Universitätsprofessoren finden keinen Job oder werden nur zeitlich begrenzt angestellt (FACHKRÄFTEMANGEL? BESSERE BILDUNG? – UNSINN!), oder sie werden gezwungen, statt ihre Fähigkeiten zu nutzen, an UNSINNIGEN, TEUREN Maßnahmen teilzunehmen (z. B. mit Kindern Papierflugzeuge falten). Dem Staat ist NICHT WICHTIG, ob man SINNVOLL arbeitet und FAIR bezahlt wird, sondern nur, dass die STATISTIK gut ist.

    Und wer ständig auf H4-Empfängern herumhackt:

    1. Ein zuhause sitzender H4-Empfänger kommt den Steuerzahler BILLIGER als einer in einer Statistik-Schönungs-Maßnahme, die der BÜRGER neben H4 noch MITFINANZIEREN muss. Wer H4 bezieht, sorgt dafür, dass der Staat wenigstens dieses Geld nicht vergeudet.

    2. Aufstocker LEBEN TROTZ ARBEIT GEZWUNGENERMASSEN ebenfalls vom STEUERZAHLER (und bekommen oft weniger als H4). Wenn es in Zukunft nur noch Aufstocker gibt, bricht das soziale Netz genauso zusammen, wie wenn alle H4-Empfänger untätig zuhause sitzen würden.

    3. Ein Zeitarbeiter hat ständig Angst um die Wohnung (oder ob er überhaupt eine findet), ein H4-Empfänger bekommt sie vom Staat (wichtig, wenn man Kinder hat).

    4. “Selbstwertgefühl durch Arbeit”:
    a) Alleine davon kann man auch nicht leben.
    b) Das Selbstwertgefühl eines ausgebeuteten Zeitarbeiters mit ungewisser Zukunft ist wohl nicht allzu hoch.
    c) Oft will der Staat ja gar nicht, dass man in seinem gelernten Job oder sonst irgendwie sinnvoll arbeitet.

    Schon wahr: Wenn Arbeit nicht gewünscht ist und sogar bestraft wird, ist man besser ein glücklicher Arbeitsloser als ein unglücklicher Arbeitnehmer. Macht euer Selbstwertgefühl also NICHT an Arbeit fest, sondern an eurem Wissen, euren Fähigkeiten (wenn ihr sie nicht einsetzen könnt, ist das oft ja nicht eure Schuld) und BESONDERS an eurer MENSCHENWÜRDE, die schon im GRUNDGESETZ verankert ist.

  3. Jean Fairtique November 15, 2012 um 1:33 pm Reply

    ICH bin nicht Deiner Meinung!
    Auch der Satz:
    “Arbeiten selbst noch beim Hungern/unter strengster Sanktionierung!”
    ist NICHT zielführend.

    Man sieht ja schon am Tagesspiegel, dass die meisten empfehlenswerten Bewertungen diejenigen erhielten, die in das System: fett, faul und gefräßig eingestimmt haben.

    Man muss die Allgemeinheit MEHR ins Boot holen, z.B.:
    „Hungern für existenzsichernde Arbeit – gegen Sanktionen“

  4. xkater November 14, 2012 um 11:41 pm Reply

    Reblogged this on Windows Live-Space.

  5. Katherine Dunning November 14, 2012 um 11:37 pm Reply

    Morgen abend trifft sich der neugegründete Flensburger Ratschlag – ein zusammengewürfelter Haufen sozialkritischer Gesinnungsgenossen ( VereineVerbändeParteien), die eine offene Liste für die nächste Kommunalwahl anstreben – wir von der B I BGE ( FL Ortsgruppe ) sind dabei u unterstützen Dich, Ralph : wir werden bei diesem Treff die wichtigsten Beiträge/comments der letzten Tage ( blog ) verteilen, nochmal auf Deine Protestaktion hinweisen u auf die U-liste, die wir v d BI schon unterschr haben.. Uwe Jessen u seine Frau (beide FL), beide Hartz-IV Gegner/Betroffene gehen juristisch gegen die Sanktionspolitik vor.

  6. Di Ji November 14, 2012 um 2:51 pm Reply

    Man Ralf, was Du leistest…, ich weiß nicht, ob ich nach 14 Tage nichts futtern noch so „freundliche“ bin. 🙂

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